Fallout 3 Uncut
Interplay, die Entwickler von Fallout, führen mit dem dritten Teil die Spielesaga fort und liefern ein post-apokalyptisches Abenteuer. Der Spieler kann selbst entscheiden kann, wie er den Spielverlauf verändert, was sich natürlich auch auf die Spielwelt auswirkt. Am Anfang des Spiels wird ein kleiner Junge geboren, den der Spieler fortan bewegen muss. Wie gewohnt kann sich der Spieler die Körper-Attribute, Namen, etc. selbst auswählen und dementsprechend seiner Spielfigur schon die ersten eigenen Züge verleihen. Die ersten Spielminuten in der Optik des kleinen Jungen sind einfach grandios. Der Spieler wird praktisch in das Spiel hinein geboren und kann sich mit dem Hauptcharakter identifizieren.
Das Rollenspiel spielt in einer düsteren Welt nach einem Atombombenkrieg. Der Protagonist erlebt seine Jugend in einem Bunker. Erst mit 20 Jahren verlässt er den Bunker und macht sich auf seinen Vater zu suchen. Dieser ist aus mysteriösen Gründen aus dem Bunker verschwunden.


In der meisten Zeit kämpft der Spieler gegen Monster, Zombies und Ungeheuer in der Egoperspektive. Wahlweise kann diese aber auch zum taktischen Modus gewechselt werden. Mit Hilfe einer Taste kann sich der Spieler den Modus beliebig aussuchen. Ist dieser Rundenmodus ausgewählt, visiert der Spieler ein Körperteil des Gegners aus und schon beginnt der Kampf. In Fallout 3 bewegt sich der Spieler an der amerikanischen Ostküste. Je nachdem ob man der Haupthandlung nachgehen will oder frei durch die Gegend laufen möchte, bleibt dem Spieler überlassen. Die Aktionen des Spielers haben Auswirkungen auf die Spielwelt. Das eigene zu Hause? Oder doch die Explosion in der Stadt? der Spieler entscheidet selbst. In Fallout 3 uncut ist die Umgebung zwar relativ schwer zu erkunden, da sich lauter unterirdische Tunnelsysteme und Bunker unter der Stadt befinden. Dennoch findet der Spieler mit etwas Übung und den zwei Plänen irgendwann den passenden Weg. Vor allem die düstere Atmosphäre kann überzeugen. Das Rollenspiel wirkt sehr echt und Stück für Stück wird der Spieler in das Spiel eingebunden. Schon nach kurzer Zeit hat man durch die tollen Charaktere durchaus das Gefühl, sich direkt selbst im Spiel wiederzufinden.


Die Monologe im Spiel sind sinnvoll und wirken keinesfalls nervig oder überzogen. Die Waffen sind wie in jedem Shooter recht simpel gehalten und binnen kurzer Zeit hat sich der Spieler an den Gebrauch dieser Waffen gewöhnt. Teilweise erscheinen ziemlich große Monster, die allerdings beispielsweise mit Hilfe der Pump-Gun relativ schnell ausgeschaltet werden können. Fallout 3 ist seit einigen Jahren endlich mal wieder ein Rollenspiel mit einer düsteren Landschaft, jede Menge Action und einer fantastischen Story.


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